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Tom Wenisch: Bericht 3

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Siemens AGTom Wenisch, der bei Siemens in München beschäftigt ist, hat sich entschlossen, seine eigene Zeitschrift herauszugeben.

Wenisch Biwöchentliche Nr. 3  Diese Ausgabe der "Wenisch Biwöchentlichen" behandelt das Thema "Was macht der Hr. Wenisch zwischen 9 und 18 jeden Tag (ausser Mittagspause)?"

Man kann es kurz zusammenfassen als "Augenbeschaedigung durch Bildschirmstrahlung", oder vielleicht als "Sich Aergern ueber deutsche Tastaturbelegung". Insgesamt sitze ich ziemlich den ganzen Tag vor dem Rechner. 

Das Hauptprojekt der Dienststelle ist zur Zeit, unser Testsystem fuer analoge Telefonteilnehmerkarten von einem uralten HP-Basic Rechner auf Windows NT zu uebersetzen. Das alte System ist ungefaehr 15 Jahre alt, und der Rechner auf dem es sich basiert, existiert seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Deswegen ist es unbedingt notwendig, dass wir so schnell wie moeglich unser neues System zum Laufen bringen. Die Messhardware steht schon bereit zum Einsatz im neuen System, aber wir haben dafuer noch keine Softwarebenuetzeroberflaeche. Das Ziel unseres Projekts ist es, diese Oberflaeche zu implementieren. Dafuer moechten wir so viel und so oft wie moeglich vorgefertigte kommerzielle Produkte verwenden, um unsere Arbeit moeglichst zu beschleunigen. Wir haben jetzt mehrere tausend Euro ausgegeben, um Tools wie TestStand und LabWindows von National Instruments zu kaufen.
Meine Hauptaufgabe hier bei EP A 15 koennte man als "Arbeitsermoeglichung" beschreiben. Ich forsche mit den neuen Tools herum, um herauszufinden wie man sie am besten kombinieren kann. Das geht so: Ich probiere ein
Kombinationsproblem aus, und wenn ich eine Loesung gefunden habe, mache ich eine Vorlage dafuer und schreibe die entsprechende Dokumentation. Zum Beispiel: Ich habe ausprobiert, wie man von TestStand, unserem Test Management Tool, Daten in ein Microsoft Word Dokument ueber eine Active-X Verbindung schreiben kann. Dann habe ich fuer die uebrigen Mitarbeiter ein Beispielprogramm geschrieben.
Ich mache auch oft administrative Aufgaben mit dem Rechner, Sachen wie Tools und Hardware installieren und allgemeine NT Administration. Zum Beispiel, diese Woche habe ich ein Dokument geschrieben, wie man Netzwerkverbindungen mit unseren Testrechnern aufbauen kann. Mein Job verlangt auch ziemlich viele Programmierkenntnisse. Meine erste Aufgabe hier war einen NT Hardwaretreiber fuer eine neue PC Einsteckkarte In C++ zu schreiben. Bei dieser Aufgabe sieht man die Philosophie meines  Chefs, naemlich, Loesungen zu kaufen anstatt neu zu schreiben. Das Arbeitspensum, einen NT Hardwaretreiber zu schreiben, ist vergleichbar damit, einen 10-seitigen Text von Chinesisch ins Deutsche zu uebersetzen, ohne Chinesichvorkentnisse. Microsoft selbst behauptet, dass man sich ein halbes Jahr mit dem Driver in die Developer Kits einarbeiten muss, bevor man anfangen kann, einen Treiber zu schreiben. Da die Dienststelle nicht 6 Monate auf diesen Treiber warten kann, mussten wir einen schnelleren Weg zum Ziel finden. Gluecklicherweise haben wir ein Tool gefunden, das einen vorgefertigten Treiber anbietet, den man an die eigene Hardware anpassen kann. Ich habe dieses Tool hergenommen, und es fuer unsere Einsteckkarte programmiert. Natuerlich musste ich auch eine Dokumentation zu meiner Arbeit schreiben, da in 4 Monaten nicht ich, sondern ein andrer meine Arbeit fortfuehren muss.

Meine allerwichtigste Aufgabe ist allerdings meine persoenliche Cola-Reserve zu ueberwachen, und rechtzeitig neue Cola-Flaschen zu holen sollte die Reserve zu klein werden...

In der naechsten Ausgabe der Wenisch Biwoechentlichen werde ich ein bißchen von meiner Europareise letzte Woche erzaehlen. Wie bei allen solchen Reisen gibt es nachher viele Vorfaelle und Erlebnisse mittzueilen. Bis dann.
-Iota (Thomas Wenisch)

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Last Updated:  01/08/2003

 

     

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The International Engineering Program is a dual-degree program combining a B.A. in German, French and/or Spanish with a B.S. in one of the engineering disciplines.  IEP students study language and culture each semester along with their engineering curriculum. In the fourth year of the five-year program, they then go abroad as interns with engineering based firms in Europe or Latin America, and also as exchange students with one of our partner universities