Erik
Anderson ist bei der Firma Brown & Sharpe in Wetzlar.
Wazzzaaaaaaap Liebe IEPers!?
Na? Wie schaut es für Euch aus? Ich kann mir
vorstellen, daß ihr beschäftigt mit Praktika, andere Arbeiten,
oder Sommer-Genießen seid. Bei mir geht es gut. Wie immer, bin
ich beschäftigt mit meinem Praktikum bei Brown and Sharpe, und
ich bin fast immer unterwegs am Wochenende.
Seit letztem Freitag bin ich hier schon zehn Monate. Das
bedeutet, ich habe nur noch fünf Wochen in Deutschland. Ich will
nicht nach Hause fliegen! Ich habe meine Freiheit ganz genossen,
und ich habe auch viel erlebt. Während ich viel hier in
Deutschland gelernt habe, glaube ich, daß ich so viel mehr hier
lernen kann. Aber ich muß in weniger als zwei Monaten mein
Studium weitermachen. Es wird schlimm, weil Hausaufgabe für mich
wie ein Fremdwort geworden ist. Tja, so ist das Leben des IEPer!
Mindestens war dieses letzte Jahr ein sehr schöner Urlaub von
dem "echten" Leben.
Bevor ich mit meinen Neuigkeiten anfange, will ich meinen guten
Kumpel Greg begrüßen. Er ist gerade von seinem sechs Monaten
langen Praktikum in Gera nach Hause im Amerika geflogen. Greg:
Nach diesen letzten sechs Monaten bin ich sicher in deinen
Kräften als ein "global player."
O.k. vor vier Wochenenden (das wäre ungefähr der 15. Juni) bin
ich mit Don und Ingo nach Braunschweig gefahren. Es gab einen
Katholischen Feiertag an dem Donnerstag, und die südliche Hälfte
von Deutschland hat Feiertage an dem Donnerstag und am Freitag.
An dem Donnerstagabend sind wir zu einer Party im Audimax
gegangen. Es war gut, aber ich glaube, ich war zu müde, um es zu
genießen. An dem Freitag habe ich nicht so viel gemacht, weil
meine Braunschweiger Kumpeln keinen Feiertag hatten. Am Samstag
bin ich mit Riko, Edi, und Ivar zu Velvet gegangen. Ich habe
Ingo dort getroffen. Am Sonntagabend sind Don, Ingo, und ich
nach Hause gefahren. Das nächste Wochenende ist Greg hier nach
Wetzlar gekommen. Am Freitag sind wir zu einer Party für den
ersten Tag des Sommers im Steindorf gegangen. Am Samstag sind
wir nach Köln, weil Greg noch nicht dort war, Ich glaube die
Stadt hat ihm wirklich gefallen. Am Abend sind wir zur¸ck
gefahren, und wir sind in diese Disko in Wetzlar, Mex, gegangen.
Es hatte eine gute Stimmung, aber die Musik war zu laut! Meine
Ohren hatten für die nächsten zwei Tage gesummt. Am Sonntagabend
haben wir gegrillt, und dann ist Greg nach Gera gefahren.
Vorletztes Wochenende bin ich nach Erlangen
gefahren. Dort habe ich nicht nur Dan, sondern auch Greg,
Krista, Lindsey, und Markus getroffen... ein großes IEP Treffen!
Es gab zwei Partys, eine am Freitag, und eine am Samstag. Die
erste war eine Studentenparty. Und es war echt gut. Ein paar von
Dans Mitbewohnern haben es geplant. Am Samstag war es eine
Geburtstagsparty für Dans Mitbewohnerin Steffi. Es war auch eine
gute Party, aber nicht so viele Leute sind hingekommen. Am
Sonntag bin ich zurück gefahren.
Letztes Wochenende bin ich mit meinem Chef,
dem Entwicklungsleiter für Brown and Sharpe, nach Rudolstadt
gefahren. Rudolstadt ist eine Stadt in Thüringen, und jedes Jahr
gibt es ein Tanz- und Folksfest. Mein Chef, Dr. Theska, ist
Thüringer (aber er ist bei unserer Firma schon zehn Jahre) und
er geht schon mal oft dahin. Es gab viele verschiedene Arten von
Musik von vielen Ländern. Zum Beispiel, gab es die Ebony Steel
Band, die amerikanische Band Calexico, The Armenian Navy Band,
die österreiche Blues-Rockband Los Torpedos, den schottischen
Folksänger Dick Gaughan, die bayerische Band Biermsl Blosn,
usw. Es war ganz interessant, und ich habe viel Spaß gehabt...
aber es gab ein paar Probleme. Die erste war meine Schuld. Am
Freitagabend hat es viel geregnet, und ich hatte keine
Regenjacke mit. Es war noch im Auto. Deswegen glaube ich, daß
ich diese ganze letzte Woche erkältet war. Das andere Problem
war ein bisschen persönlicher. Ich hatte keine Ahnung ob ich
"du" oder "Sie" mit meinem Chef und seinen Freunden benutzen
sollte. Es war schwierig, weil er mein Chef ist, aber ein paar
Mal hat er mit mir du benutzt. Ich glaube, es ist ein Fall, wo
ich niemals für diese Regeln Verständnis haben werde.
Dieses Wochenende habe ich fast gar nichts
gemacht. Ich habe ein paar Sachen für die USA in zwei Kisten
reingepackt. Hoffentlich kann ich diese Sachen mit einer Brown
and Sharpe Maschine aus Wetzlar unterwegs nach Brown and Sharpe
North Kingston schicken, oder bestimmt wird es sehr teuer zum
Senden sein. Mal schauen, aber ich weiß schon, daß es unmöglich
für mich alles im Flugzeug mitbringen zu können ist. Hauptsache
ist, daß alles nach Hause kommt. Dieses Wochenende habe ich auch
Arbeit für diesen Bericht und meinen Bericht für Arbeit gemacht.
Zu diesem Thema Arbeit, ist mein Projekt fast fertig... oder so
fertig wie möglich im einem Monat. Deswegen mache ich einen
Bericht, damit jemand das Projekt weitermachen kann, wenn es
möglich ist. Ich habe jetzt eine Idee für das Getrieb, daß der
Untersetzung machen wird. Vorher haben wir gedacht, daß es
reichen wird, wenn wir ein Getrieb mit zwei Keilrippenriemen
bauen. Aber es gab Schwierigkeiten mit dem Massenträgheitsmoment
bei dem Portal mit dem Motor und Tacho. Damit das Portal im 8 mm
stehen bleiben, würden wir Keilriemen mit viele Rippen (¸ber 60)
brauchen. So ein System würde nicht praktisch sein. Unsere
Lösung ist, daß wir ein Harmonic Drive
(http://www.harmonicdrive.de) für das Getrieb nehmen. Die
Vorteile von einen Harmonic Drive sind: es kann eine hohe
Untersetzung machen; es ist relativ klein und leicht; und es ist
spielfrei. Die Nachteile sind: es ist relativ teuer (ungefähr
2000 DM); und es ist nicht sehr steif. Diese beiden Nachteile
könnten sehr problematisch sein. Die Herstellungskosten sind
schon 10.000 DM, und mit einem Harmonic Drive werden wir nicht
so viel mehr für die anderen Bauelemente haben. Das
Steifigkeitsproblem ist ein sehr komplexes
Reglungstechnikproblem. Diese Charakteristik ist nicht Linear,
und es muß mit Tests gemodelt sein. Ich wollte dieses Teil
machen, weil ich Reglungstechnik sehr interessant finde, aber es
gibt nicht genug Zeit. So gerade schreibe ich einen Bericht
darüber, was ich schon gemacht habe. Eine ganz andere Nachricht
aus meiner Arbeit ist, daß meine Chef, Dr. Theska (der hat mich
nach Rudolstadt mitgebracht) einen Job als Professor der
Technischen-Universität Ilmenau akzeptiert hat. Er wird an dem
ersten September anfangen. Ich freue mich, daß er diesen Job
bekommen hat. Er wird ein sehr guter Professor sein.
Das ist alle für dieses Mal. Hoffentlich werde ich noch einen
Bericht schreibe, bevor ich nach Hause fliege. Falls nicht, dann
sehe ich Euch in fünf Wochen.
Tschüss,
~Erik Anderson
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