Josh
Clements ist bei der Firma Hilti in Kaufering (bei München).
Sehr geehrter Dr. Grandin,
wie die Bayern sagen, Grüß Gott. Jetzt bin ich bei Hilti, in Kaufering. Ich
arbeite in den Business Unit, (Hilti nutzt viel Business English) Chemie
Entwicklung Foams (schon wieder dieses Business English). Auf Deutsch heisst
mein Bereich Schaum. Bis jetzt ist meine Arbeit sehr interresant und
lehreich, es hat viel mit organischer Chemie zu tun. Meine letzte organische
Chemievorlesung war vor zwei Jahren, deshalb musste ich viele alte Sachen
schnell wieder lernen. Ich würde mehr über meine Arbeit erzählen, aber es
ist ein grosses Geheimnis. Wir entwicklen einen neuen Typ vom Schaum, der
leicht verwendbar und wasserdicht ist. Ich sitze fast den ganzen Tag im
Labor und mache viele Versuche, um gute Mischungen zu finden. Wenn ich eine
gute Mischung finde, muss ich auch die Lagerfähigkeit der Mischung prüfen.
Ich fand keine gute Mischung. Das ist aber gut, weil bevor ich die
Lagerfähigkeit prüfen kann, muss ich die Prüfvorrichtung bauen und danach
das Prüfverfahren entwickeln. Ich habe viele gute wichtige Aufgaben hier bei
Hilti. Ich arbeite auch mit vielen netten Leuten. Einer von ihnen hat mir
ein Fahrrad gegeben. Es ist ein altes dreigängiges silber und rost gefärbtes
Rad, mit dem ich durch die ganze Stadt in weniger als fünf Minuten fahre.
So viel zur Arbeit. Jetzt erzähle ich was über Kaufering. Zur Zeit wohne ich
im Hotel Rid, das gegenüber vom Bahnhof liegt. Hilti sucht nach einer
Wohnung für mich. Höffentlich ziehe ich nächste Woche aus dem Hotel aus,
weil mein Hotelzimmer keine Küche hat. Das Hotel hat ein Frühstucksbuffet
und bei Hilti gibt es eine tolle billige Mensa. Das Problem ist mit dem
Abendessen. Ich muss entweder im Restaurant essen oder belegte Brötchen
selbst machen. Die erste Lösung ist sehr teuer und mein Kontostand kann es
nicht leisten, die zweite ist langweilig, man kann nicht jede Nacht belegte
Brote essen. Ausser der Küchekrise geht es mir sehr gut in Kaufering. Es ist
eine kleine Stadt, trotzdem es hat alles was man braucht. Wegen der
Küchenkrise habe ich in jedem Restaurant schon gegessen. Es gibt nur fünf
hier. Die alle sind sehr gut und nicht sehr weit von der Hotel. Aber nichts
ist sehr weit voneinander in Kaufering.
Dieses vergangene Wochenende war ich im München. München ist nur eine
vierzig Minuten Zugfahrt von Kaufering entfernt. Mit der Bahncard ist die
Fahrt auch günstig. Es gibt auch viele Züge, die nach München fahren. Fast
jede halbe Stunde. FC Bayern hat gegen 1860 Bayern gespielt. Diese zwei
Mannschaften sind grosse Rivalen. Leider war ich nicht bei dem Spiel.
Vielleicht war das eine gute Sache, weil in der Innenstadt um 18.00 viele
besoffene Fußball-Fans waren, obwohl das Spiel um 20.15 beginnt. Ich kann
mir nicht vorstellen, wie es bei dem Olympia-Stadion war. Sicher noch
mehrere besoffene Fans. FC Bayern hat 2:0 gewonnen. Ich will gern ein Spiel
anschauen aber vielleicht eins, das nicht so gefährlich ist. Wahrscheinlich
sind alle Spiele so gefährlich, weil die Deutschen so verrückt auf Ihren
Fußball sind.
Bis nächstes Mal! Ich wünsche Ihnen alles Gute.
MfG Joshua Clements*
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