Josh
Clements ist bei der Firma Hilti in Kaufering (bei München).
Sehr geehrter Dr. Grandin,
Bitte machen Sie sich alle keine Sorgen. Ich lebe noch in
Kaufering. Es tut mir echt leid, daß diese Briefe so spät kommem aber mein
Chef hat immer mehr Arbeit für mich und ich war auch viel unterwegs in den
letzten drei Monaten, seit meinem letzten Bericht aus Kaufering. Ich fange
erst mit Mai an... schon eine lange Zeit vorher, aber die Zeit bleibt nie
still.
Mai hat gut angefangen. Am Ende April war ich im Stuttgart bei Craig Boyer.
Wir sind an dem letzten Sonntag nach Friedrichshafen gefahren. Im
Friedrichshafen haben wir mit Markus, Paola und Lanie getroffen. Wir haben
einen kleinen Ausflug in der Schweiz gemacht. Da haben wir die Rheinfälle
angeschaut. Wir sind mit einem Boot zu einem großen Stein, der in der Mitte
der Fälle liegt, gefahren. Von diesem Stein kann man die Kraft der Fälle
richtig bemerken. Später haben wir etwas über die Schweizer
Gastfreundlichkeit erfahren. Es war halb sechs und wir wollten ein bisschen
Treibmittelstoff fressen. In der Nähe der Fälle waren viele kleine nette
Gaststätten. Bei jedem haben wir gefragt, bis wann die offen sind. Die
hatten alle bis sechs offen, aber wir konnten nichts zum Essen bestellen,
weil die Küchen schon zu waren. Meine Frage ist warum die alle bis sechs
offen sind, wenn die Küchen schon um halb sechs zu sind? War aber kein
Problem. Wir haben ein Restaurant in dem Stadtzentrum, das bis sechs offen
(auch die Küche) war, gefunden. Danach sind wir wieder nach Friedrichshafen
gefahren.
Am Montag haben wir eine Schifffahrt auf dem Bodensee
gemacht. Ich habe nie gewusst, dass der Bodensee so groß ist. Überall auf
dem See gab's viele andere Passagierschiffe und unzahlbare Segelboote. Das
Wetter war auch sehr freundlich. Unser Ziel war die sogenannte ’Blumen
Insel' Mainau. Auf der Insel ist ein kleines Schloss, das früher und
vielleicht auch Heute der Schwedischen Königsfamilie gehört. Ich meine
’klein' nur in Vergleich zu den vielen anderen Schlössern, die ich in Europa
gesehen habe. Die Insel kriegt den Spitznamen ’Blumeninsel' natürlich, weil
viele Blumen dort wachsen. Die Insel war einfach schön, total
unbeschreibbar. In jeder Ecke wachsen zahlreiche Tulpen. Was ich auf der
Insel am besten fand, war das Schmetterlingshaus. Innen findet man viele
verschiedene Arten von Schmetterlingen. Einige sind auch auf uns gelandet.
Die Schmetterlingen mögen Craig am liebsten.
Nach meinem schönen Wochenende in Baden-Württemburg
musste ich leider nach Kaufering zurückkehren. Am ersten Mai nach zwei
Monaten in einem Hotel Zimmer habe ich endlich eine Appartement gekriegt.
Leider war diese Geschichte auch nicht ohne Probleme. Hilti hat bei einer
anderen Gaststätte hier in Kaufering eine Appartement ab ersten Mai für mich
reserviert. Die netten Leute bei dem Hotel Rid hatten auch eine Freie
Appartement ab ersten Mai. Die bei dem Hotel Rid gefällt mir besser und
deshalb bin ich da eingezogen. Der Personaldirektor hat sich ziemlich
geärgert, weil die Appartement bei der anderen Gaststätte reserviert war,
musste Hilti die Miete zahlen, bis sie besetzt wird. Jetzt ist die Sache
schon erledigt.
Ich sollte eigentlich etwas über meine Arbeit sagen aber nach meinem letzten
Bericht hat mein Chef gesagt, dass ich nie mehr zum Thema Arbeit schreiben
darf, weil wir an einem geheimnisvollen Projekt arbeiten. Seien sie dann
glücklich. Ich werde euch nie wieder mit Geschichten von der Arbeit
langweiligen!
Ich muss mich von euch dann verabschieden. Ich wünsche
euch alles Gute. Bis zum nächsten mal, dann versuche ich mich, an alle die
Dinge, die ich im Juni gemacht habe, zu erinnern
Josh Clemens
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