Peter
Dobratz verbringt den Sommer als Praktikant bei der Firma SAP
in Karlsruhe.
Karlsruhe, den 28. Juni 2001
Hallo Dr. Grandin u.a.,
ich bin seit einigen Wochen bei SAP und die Arbeit ist echt interessant,
für mich mindestens. Wir machen gerade Software, um Informationen von
verschiedenen Quellen ins SAP-System zu integrieren. Wir haben einen
Getränkeautomat mit einem Rechner drin. Wir können dann auf einer Webseite
ablesen, wieviele Coca-Cola Dosen verkauft werden und ob der Automat noch
läüft. Wir beschäftigen uns auch mit RFIDs (Radio-Frequenz-IDentifikation).
Diese sogenannten SmartTags können innerhalb eines magnetischen Feldes
abgelesen werden. RFIDs haben einige Vorteile gegenüber Barcodes. Sie können
mehr Informationen darauf haben und sie müssen auch nicht mit Licht
abgelesen werden. D.h. man kann praktisch nachfragen, genau was man im
Lagerhaus zur Zeit hat. Getränkeautomaten und RFIDs sind vielleicht ganz
unterschiedlich, aber sie haben doch vieles gemeinsam zusammen, wenn man's
von Software her sieht. Also, ich finde das auf jeden Fall toll, daß wir
einen Coca-Cola Getränkeautomat mit einem Webserver drin haben. Die
Kaffeekanne ist zwar noch nicht im Netz verbunden, aber das können wir noch
ändern.
Gestern Abend haben wir Scrabble gespielt. Ich habe zwar verloren, aber
die haben gesagt das man keine englischen Wörter machen darf. Aber was mit
vielen Brettspielen, die ursprünglich aus den USA stammen, sind die Regeln
nicht dieselben. Zum Beispiel, beim Uno-Spielen, wenn man das was hier
gespielt wird, noch Uno nennen darf, kommt man ganz durcheinander. Auf jeden
Fall finde ich es vernünftig bei Scrabble, eine Sanduhr zu verwenden. Das
werde ich das nächste Mal, daheim auch einführen.
Vor kurzem habe ich eine Werbung im Fernsehen für den Film "Startup"
gesehen. Der wird am Donnerstag im Kino laufen. Das allein wäre nicht ganz
seltsam, aber ich habe den Film schon gesehen (im Original heisst er "AntiTrust").
Das habe ich aber nicht im Kino gesehen sondern schon auf DVD. Also, ich
wusste schon, dass Filme ein bißchen später hier im Kino laufen, aber so
spät habe ich ja nicht gewusst.
m.f.G., Peter Dobratz
dobratzp@ele.uri.edu
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