Lindsay
Morriss macht ein Praktikum bei Siemens in München.
Bericht - April
Dieses Mal gibt es gute Nachrichten: Ich habe eine neue,
normale Wohnung gefunden (und es war gar nicht so schwerig als
ich dachte!).
Man hat mir empfohlen, mich bei einer anderen
Ermittlungsfirma anzumelden. Aber nach dem Unglück mit der
letzten Wohnung, hatte ich absolut keine Lust, das wieder zu
machen (falls ich noch mehr verrückte Vermieter treffen würde).
Auch hat jemand mir über eine Deutsch-Amerikanische Gesellschaft
in München erzählt, und ich habe sie wegen der Wohnungsuche
angerufen. Die Gesellschaft war leider nicht so hilfsbereit,
aber trotzdem lustig: Sie hatten mir gesagt, daß es vielleicht
eine Wohnung für mich gibt, aber zur Zeit wohnt da eine alte
Dame, die echt krank ist. Aber wenn sie bald stirbt, könnte ich
die Wohnung haben... Na, gut---ich könnte entweder warten---bis
jemand stirbt, oder ich könnte selbst eine Wohnung finden.
Natürlich habe ich weiter gesucht.
Ich habe ungefahr 20 Zetteln mit Namen, Handynummer und einer
kleinen Personalbeschreibung auf dem Computer gemacht, und dann
habe ich sie in beiden Mensen aufgehängt. Da es so viele andere
Suche-Wohnung-Zetteln gab, dachte ich, meine Arbeit ware umsonst.
Aber unglaublicherweise habe ich innerhalb einer Stunde ein
Angebot gekriegt! Es war für eine 3-er WG in Laim (eine Umgebung
im Westen von München, nicht weit vom Zentrum). Am nächsten Tag
habe ich das Zimmer gesehen, und diesen Sonntag (1. April) bin
ich umgezogen!
Die WG finde ich echt locker. Ganz altmodisch, weil es früher
zu einer alten Dame gehört hat, und jetzt ist die Wohnung mit
ganz alten Möbeln gefüllt. Aber jeder hat sein eigenes Zimmer,
und wir teilen die Küche, das Badzimmer und die Toilette (ja,
sie sind getrennt---aber das finde ich ganz praktisch).
Der Ofen ist leider kaputt (= keine Pizza vom Gefrierschrank)
und im Bad gibt's keinen Vorhang (echt schade für mich, da ich
immer nachher viel putzen muß)---aber diese Dinge kann ich
leiden.
Zum Glück finde ich auch meine Mitwohner toll. Einer ist
Student, der Reparatur studiert und zur Zeit ein altes Kloster
renoviert. Der Zweite ist Sozialarbeiter/Künstler, der etwas
böhmisch lebt. Ich verstehe den Studenten am besten, aber beide
sind nette, interessante Leute.
Mein Praktikum läuft auch nicht schlimm. Ich schreibe noch
dieses Profil uber Marconi, aber leider ist die Firma kein gutes
Beispiel für mich. Sie hat gerade einen neuen Aufbau angesagt,
aber nichts dazu, wie der Aufbau laufen wird. Diese Information
ist ganz wichtig, weil es viel über die Strategien sagt.
Deswegen kann ich nicht weiter an Marconi arbeiten, bis der 2001
Geschäftsbericht im Mai kommt. Stattdessen habe ich eine neue
Firma---Delphi Automotive Systems (sie bauen Autoteile wie
Siemens). Leider hat diese Firma auch einen Aufbau gerade
angesagt---und natürlich wenige Information dazu gegeben, und
jetzt finde ich langsam, was wichtig ist von meinen Quellen...
Aber was mir gefällt, ist ein Teil des Profils, den wir mit
Powerpoint darstellen müssen. Mit Marconi mußte ich durch
Erwerben, Divestments, neue Abteilungen, usw. zeigen, wie sich
die Firma von 1998 bis heute geändert und neugebaut hat. Das war
echt Spaß und auch gute Erfahrung, da ich früher wenig über
Powerpoint kannte.
* * *
Und am Freitag hatte ich ein ganz schönes Erlebnis!!
Der beste Techno Artist/DJ (nach meiner Meinung, in der Welt),
Paul van Dyk, ist zu einer Disko in München gekommen. Für
Techno-fans ist seine Musik unglaublich---und für mich war es
unwahrscheinlich gut, ihn zu sehen. Für eine Zeit war ich genau
vor dem DJ Podium, wo ich alles sehen konnte, daß er
machte---echt locker!!! Und im Mai spielt er in Braunschweig (wo
ich auf jeden Fall vor habe, ihn wieder zu erleben).
Na, gut---ich ende hier. Bis nächstes Mal!!
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