Liebe Frau Kirchner,
Wie geht es Ihnen? Es geht mir gut. Ich weiss dass, ich
meinen ersten Bericht spät geschicht habe, aber Qualität ist
besser als Quantität, und Qualität dauert.
Ich habe viel über die Geschichte meiner neuen Heimat
gelernt. Früher war Gera eine große Industriestadt. Die
Geraer Textilindustrie hat viele Leute beschäftigt. Es gab
so viele Einwohner, dass Gera ein elektrisches
Straßenbahnnetz brauchte. Nach Halle an der Saale war Gera
die zweite deutsche Stadt mit einer elektrischen Straßenbahn.
Das Gera Industriegebiet befand sich an der Elster. Am
06.04.45 flog die americanische (oder britische, Ich bin
nicht sicher) Luftwaffe über Gera und benutzte die Elster
als Ziel. Das Industriegebiet, der Hauptbahnhof, und anderen
Teile der Stadt wurden zerstört.
Nach dem Krieg war Gera in dem sowjetischen
Besatzungszone und den späteren DDR. Gera mußte auch
Reparationen bezahlen. Die Reparationen der Gera war ein
besonderer Typ. In der Umgebung von Gera wurde Uran gefunden.
Das Uran wurde gefördert und nach Russland geschicht. Die
Bergmänner wurden durch Gera bezahlt. Im Ronneburg gibt es
zwei größe Halden. Diese Halden bestehen aus die Erde, die
nicht genug Uran enthalt. Am Abend braucht die Stadt keine
Straßenlampen weil die Halden immer noch glühen. Dieses
Licht spart Gera viel Geld. Die Wissenschaftler denken, die
Halden wird bis 2050 glühen. Gera hat ihre eigene Aussprache.
Diese Aussprache heißt Ger'she Fettguschen. Dieses Wort (oder
Wörter, das weiss ich nicht, ich konnte nicht verstehen)
kann man nicht im Wörterbuch finden.
Am 2. März bin ich nach Gera umgezogen. John hat mir
geholfen (Gott sei Dank). Wir haben ein Taxi von dem
Hauptbahnhof bis zum Hotel gebraucht. Der Taxifahrer hat
gefragt "Wohin?" Ich habe geantwortet "Sudstraße 12." Der
Taxifahrer hat nicht verstanden. Ich habe wiedergeholt "Sudstraße
12." Er war verwirrt. Dann hat John gesagt "Süüüüüdstraße
12" und alles war klar. Wünderbar.
Letztes Wochenende war Ostern, und ich war unterwegs in
Ost-Thüringen weil mein Wochenende 4 Tagen war. Am Freitag
habe ich Weida besucht. Dort gibt es den Osterburg. Früher
war Weida an der Grenze zwischen einem deutschen Reich und
einem slavischen Reich. Nach einem Schild an dem Turm ist
der Osterburg der ältesten, größten, nie verlorene Burg in
Deutschland. Jeden Dienstag und Donnerstag gibt es einen
Bäckerauto vor der Gebäudetur. Hier kann man Ochsenaugen,
Schweinsohren, Schokozungen, oder Apfel im Schlafrock kaufen.
Man kann wirklich die Verkauferin fragen, ob sie schöne
Schweinsohren hat. Ich finde "der Amerikaner" sehr toll. Es
gibt auch "ein Soft Amerikaner" Leider haben die Deutschen
den Soft Amerikaner gejagd weil er so lecker schmeckt. Jeden
Tag frage ich nach einen Soft Amerikaner, aber die
durschnittliche Bäckerei kann nicht einen Soft Amerikaner
auf dem Schwarzmarkt kaufen. Vielleicht kann ich in Berlin
ihn kaufen, er würde von einem Berliner verkauft.
mit freundlichen Grüßen,
Chris Cummiskey
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