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| Chris Cummiskey: Bericht 3 | ||||||||||||
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Das Leben ist komisch. Ich meine, im März hatte ich viele Freizeit. Ich war allein in Gera. Leider gibt es nicht so viele jungen Kollegen bei Agfa. Es gibt ein Paar andere junge Leute, aber sie arbeiten nicht in meinem Bereich. Mein Fernseher hat nur neun Kanäle, und er ist am meistens sehr langweilig. Ich habe mich gelangweilt. In der ersten Woche des Aprils habe ich ein Fahrrad und eine Gitarre gekauft. Es gibt viele tolle Radwege in der Umgebung, und ich kann an der Elster fahren. Man kann von Krossen bis Berga (30km) an der Elster fahren. Jeden Dienstag habe ich Gitarrenunterricht und ich kann in meinem Zimmer üben. Leider mache ich nur Lärm aber ich versuche besser zu werden. Beide waren tolle Ideen. Aber jetzt habe ich keine Freizeit. Die letzten drei Wochenenden war ich unterwegs. Ich bin nach Magdeburg, Leipzig, und Jena gefahren. Dieses Wochenende fahre ich nach Braunschweig, weil mein ehemaliger Zimmerkamarad am Montag nach Hause (Kenya) fliegt. Ich habe am Donnerstag und Freitag etwas vor. Sie sind Feiertage (Männertag und Erholungstag). Nächste Woche wird meine Freundin bei mir bleiben. So ist das Leben. Ich bin auch nach Heidelberg gefahren. Leider war es nur eine Dienstreise. Ein sehr wichtiger Kunde von Agfa befindet sich dort und sie hatten Probleme mit zwei neuen Geräten. Am Donnerstag nachmittag sind ich und ein Kollege vier Stunden nach Heidelberg gefahren. Wir haben übergenachtet, und morgen früh waren wir bei dem Kunden. Wir haben ein neues Gerät aufgestellt. Als wir alles fertig gemacht haben, war der Tag vorbei, und wir mussten nach Hause fahren. Meine Kollegen haben gesagt, ich bin der einzige Amerikaner, der Heidelburg besucht hat und nicht in der Innenstadt spazieren gegangen ist. Die Heimfahrt war sehr interresant, und ich möchte darüber schreiben. Mein Kollege kommt aus einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. Er ist dort aufgewachsen und wohnt immer noch da. Wir haben über das Leben in der DDR Zeit geredet. Ich will über zwei Themen reden, die Nachbarschaft und Flaggen. Die Nachbarschaft. In der DDR Zeit waren die Nachbarn immer da zur Hilfe. Zum Beispiel. Mein Haus braucht ein neues Dach. Ich kann das allein nicht schaffen aber mit ein Paar Nachbarn ist das möglich. Ich bezahle nichts. Wenn einer von den Nachbarn Hilfe braucht, werde ich ihm helfen. Das war die Nachbarschaft. Jetzt hat alles sich verändert. Man ruft nicht seine Nachbarn an, er ruft einen Profi an und bezahlt viel Geld. Man hat weniger Zeit, den Nachbarn zu helfen. Man kümmert sich erst mit seine Familie, seinen Job, sein Haus. Die Idee von einer Nachbarschaft ist weg, und die Leute werden einsam. Die Flaggen. Ich muss erst eine Geschichte erzählen. John DiMuro hat an der Wand in seinem Zimmer eine deutsche Flagge gehängt. Er hat das gemacht, weil er die deutsche Flagge klasse findet. Ein Deutsche hat die Flagge gesehen und hat John gefragt "Was soll das heissen?" John hat geantwortet "Die deutsche Flagge sieht einfach toll aus. Die Deutsche hat wieder gefragt "Was heisst die Flagge, warum hast du an die Wand diese Flagge gehängt?" Johns Antwort hat sie nicht übergezeugt weil Flaggen für manche Leute eine besondere Bedeutung haben. In Nazi und DDR Zeit musste man die richtige Flagge wehen. Wenn man nicht die richtige Flagge geweht hat, hätte man bestaft werden können, oder wären andere Leute mißtrauisch gewesen. Die Flaggen hatten eine Bedeutung und waren nicht nur Schmuck. Ich habe im letzten Bericht geschrieben dass 17 oder 18 in Erfurt ermordet worden sind. Das ist ein Fehler. Der Amoklaufer hat 16 Leute (12 Lehrer, 1 Sekretärin, 2 Schüler und 1 Polizist) erschossen. Christopher Cummiskey (08.05.02)
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Last Updated: 01/10/2003 |
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