Dan
Fischer arbeitet bei Siemens (im medizinischen Bereich) in der
Nähe von Nürnberg.
Servus,
Heute werden Sie die vier anderen Charakter der WG-Marloff
kennenlernen. Aber zuerst, ein bißchen Geschichte. Als ich eine
Wohnung suchte, wußte ich daß ich nicht allein wohnen wollte und
auch wenn es möglich wäre, mit anderen deutschen zusammenwohnen
wollte. In der Stadt Forchheim, gibt es nicht viel mehr als eine
Schokoladefabrik und Siemens, aber in Erlangen gibt es eine
Universität, und das heißt, eine gute Chance mit anderen
Studenten zu wohnen, und so fing meine Suche an. Die
Studentenwohnheime waren nur für die Studenten der Uni-Erlangen/Nürnberg
reseviert. Sie sagen vielleicht 'na klar!, du bist kein echter
Student!'. Zur Erklärung: Dort habe ich angefangen, weil in
Braunschweig viele Praktikanten in den Studentenwohnheimen
wohnten und auch diese Heime ziemlich günstig sind. Also, zurück
zur Geschichte. In Braunschweig hatte eine meiner Bekannten mir
eine Webseite gegeben, die Wohnungen sucht. Mein erster Versuch
brachte nichts, weil ich nicht so schnell einziehen konnte. Beim
zweiten Mal habe ich eine WG (Wohngemeineschaft) gefunden, aber
ich hatte ein bißchen Angst, weil ich so viele schreckliche
Geschichten über WGs zum Thema bescheuerte Leute, unbezahlbare
Rechnungen, usw gehört hatte...aber ich bin ein flexibler Typ,
wie schlimm könnte das werden? Zum Glück waren die Anderen total
unbescheuert und ihr Rechnungsystem war ganz klar, und in dieses
Haus, das in Marloffstein liegt, bin ich eingezogen.
In dieser WG wohnen 4 andere Studenten: die Anja, der Bene, der
Mathias, die Steffi und ich bin der fünfte dieser Gruppe. Zuerst,
die Anja. Sie kommt ursprünglich aus einem ganz kleinen Dorf -
der Name fällt mir momentan nicht ein, zwischen Gera und Jena in
dem ehemaligen Ostdeutschland. Sie spricht ein bißchen Dialekt,
Sächsisch, aber ich finde sie nicht so schwer zu verstehen. Die
anderen meinen, daß sie mit einem definitiven starken Dialekt
spricht, aber er könnte schlimmer sein. So habe ich auch
entdeckt, daß der sächsische Dialekt nicht besonders beliebt ist.
Tatsächlich ist sie keine Studentin, aber sie wird im nächsten
Semester anfangen, entweder als Bauingenieurin oder
Medientechnikerin. Sie arbeitet als Sekretärin bei Siemens
Business Services in Nürnberg, aber das macht ihr nicht so viel
Spaß. Jetzt kommt der Mathias Besser. Er ist ein echter
Einwohner der Franken* - er kommt aus der Stadt Roth, knapp
südlich von Nürnberg. Herr Besser ist unserer Gehirn der WG,
weil ohne ihn alles total chaotisch wäre. Er paßt auf unsere
Rechnungen und unseren Server auf, und er kann auch verdammt gut
kochen. Mathias studiert Geographie und Informatik an der
Uni-Erlangen, im siebten Semester, und er klettert gern in
seiner Freizeit.
Steffi Scheidt hat gerade ihr Studium angefangen, und sie
studiert eine Menge Fächer: Wirtschaft, Germanistik und
Psychologie. Was erstaunlich ist, ist daß sie immer die Zeit
finden kann, um irgendwas spontan oder verrücktes zu tun. Sie
arbeitet auch als Promotionsverkauferin bei der Drucker-Firma
Lexmark. Wie schafft sie das alles? Das weiß ich nicht. Manchmal
denke ich, dass sie irgendwo in ihrem Zimmer eine unendliche
Energiequelle hat. Also, Steffi kommt aus Wiesbaden und redet
nur Hessisch mit mir, wenn ich wirklich nichts verstehen will.
Zum Spaß, reitet sie gern. Zum Schluß haben wir noch den Bene,
oder Frank Benitsch (Bene ist nur sein Spitzname). Bene ist der
älteste Bewohner des Hauses; er hat diese WG vor drei Jahren
gegründet, als er im ersten Semester war. Wie Mathias studiert
Bene Geographie, aber nicht Informatik, sondern Wirtschaft, und
er klettert auch gern in seiner Freizeit. Frank ist ein
interessanter Typ, und ohne ihn wäre unsere WG total
stinklangweilig. Er ist auch ganz spontan; er singt, er tanzt,
er redet Blödsinn, um ein bißchen Spaß zu haben, und dann kann
er eine echte intelligente Frage stellen. Was sein Hirn treibt,
ist ein völlig mysteriöses Thema. Frank ist ganz sportlich fit,
und wir spielen Basketball oft gegen die Erlanger Jungs, die
denken daß sie spielen können. Also liebe Leute, das war alles
für heute. Wir sehen uns nächstes Mal, wenn ich den Sinn des
Lebens erklären werde.
MfG, DF
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